Zur Namensgebung
Kirche und Religion gibt es schon lange. Viel zu lange. Es ist die Zeit gekommen, dass wir uns endlich von altem Ballast trennen und diese institutionalisierte Form der Scheinfrömmigkeit und Moral begraben. Dabei ist es völlig unerheblich wie sich der jeweilige Irrglaube gerade nennt oder welche ideologischen Ziele die Religion gegenwärtig verfolgt.
Zu der Ursache
Mir liegt nicht daran hier alte Argumente neu aufzulegen. Unsere Gesellschaft ist stark christlich geprägt, mit allen Konsequenzen. Sonntag ist der Tag des Herrn, zu Weihnachten steigt unsere bigotte Spendenbereitschaft, wir glauben mehr oder weniger an Gott und manche Kreationisten sind auch noch der Meinung wir wären das Produkt eines höheren Wesens, gelenkt vom Willen dieses Sadisten.
Opium fürs Volk
Religion ist ein Gift, das unseren Willen beeinflusst und prägt. Ob wir wollen oder nicht. Wir können uns davon bestenfalls lossagen. Ohne Religiösität jeder Art wäre es um unsere Welt viel besser bestellt, auf welcher Grundlage sollte man noch hassen, wenn es keine ideoligischen Barrieren zwischen den Kulturen mehr gäbe? Sicher, der Mensch als selbstherrliches, egoistisches Wesen wäre dann noch nicht zum Weltfrieden verdammt, aber man könnte sich wenigstens über Themen streiten, die sich zumindest lohnen. Über politische Ideologien zum Beispiel.
Agnostizismus
“Properly read, the Bible is the most potent force for atheism ever conceived.”
(Isaac Asimov)
Als denkender, rationaler Mensch, widerstrebt mir außerdem zutiefst das blinde Vertrauen auf eine willkürlich geschaffene Moraltheorie, die auf einer lächerlichen Zusammenfassung von zigfach veränderten und verpfuschten Texten altertümlicher Geschichtenerzähler beruht. Welcher normale Mensch würde heute einem säufenden Landstreicher folgen, der von sich behauptet er sei der Sohn eines höheren Wesens. Würde dieser Mensch heute leben, er wäre ein esoterischer Naturheilkundler, der mit Vorliebe kifft.
„Von den Göttern weiß ich nichts, weder dass es solche gibt, noch dass es keine gibt.“
(Protagoras)
Kann man selbst darüber hinwegsehen und akzeptieren, dass es zumindest außer Frage steht, dass die Bibel, wie Hitlers “Mein Kampf” etwa, auch tatsächlich physikalisch existiert, landet man zweifellos irgendwann bei der Existenzfrage von einem höheren Wesen, Gott. Dafür konnte kein Theist einen physikalischen Beweis liefern, dass eine Existenz auch nur ansatzweise beweisen. Im Gegenzug konnte das aber auch kein Atheist widerlegen. Die Frage nach der Existenz von diesem Versager, der nichts weiter als Unglück auf diese Welt gebracht hätte, ist also unsinnig weil ergebnislos und eine reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Theologen.
Volksverdummungsfaktor Religion
Angesichts der fortschreitenden Degeneration der Gesellschaft, liefert das Christentum insbesondere zur gerade andauernden Weihnachtszeit mehr als überzeugende Argumente. Nicht viel ist noch unterträglicher als albern dekorierte Schaufenster, gespielte Heiterkeit und scheinbare Besinnlichkeit. Weihnachten ist ein gewaltiges Kommerzgesamtprodukt, der religiöse Hintergrund ist höchst peripher. Das allein für sich stehend ist natürlich absolut lobenswert, aber wenn dann exemplarisch Last christmas von Wham! übrigbleibt wird mir dabei höchst übel.
Zu der Wirkung
Nun bin ich als pazifistisch veranlagter Mensch nicht wirklich daran interessiert eine Kirche niederzubrennen oder jemanden dazu aufzufordern dies zu tun. Vielmehr soll der Domainname eine symbolische Aufforderung sein, die Kirche in uns allen niederzubrennen. Die geistigen Moralschranken zu durchbrechen und gottfrei zu leben. Denn wenn jemand unser Leben nicht bestimmt, dann ist es ein Gott, über gar weltliche Instanzen lasse ich noch mit mir reden.
Da es allerdings wenig an der christlichen Kriche gibt, was ich noch mehr verabscheue als der unsinnige Missionierungsdrang von selbiger, liegt mir auch nicht daran, mit erhobenem Zeigefinger durch das Leben zu schreiten und andere zu bekehren. Wenn nun jemand der Meinung ist, er müsse unbedingt den Wünschen von Flakhelfer Papst Benedikt folgen und keine Unzucht vor der Ehe treiben, dann ist das hoffentlich nichts, was mich tangiert und daher absolut egal oder um es mit den Worten von Herrn Weidner zu sagen:
Ich scheiße auf die Kirche, ihren Papst und seinen Segen, ich brauch ihn nicht als Krücke, ich kann alleine leben. Falls du das nicht kannst oder falls du ihn brauchst, werde mit ihm glücklich, doch zwing mir nicht deinen Glauben auf
(böhse onkelz, “Kirche”)
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